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Unser Moor - Ursprung und Eigenschaften

Das bis zu 10.000 Jahre alte Bergkiefernhochmoor, das bei uns in Bad Bayersoien abgebaut wird und in dickbreiiger Form zur Anwendung kommt, übt eine heilende und lindernde Wirkung auf eine Vielzahl von Krankheiten aus. Mechanische, thermische und chemische Wirkungen des Badetorfes werden unterschieden.

+ Die mechanischen Wirkungen spüren Sie sogleich, wenn Sie ins Moorbad eintauchen. Ihr Körper erfährt einen „Auftrieb“, das heißt, er ist im Moor um so viel leichter, als das Gewicht des verdrängten Moores ausmacht. Dadurch scheinen Sie im Bad zu schweben; Bewegungen lassen sich leichter ausführen.

+ Die thermischen Wirkungen – also Wärmewirkungen - des dickbreiigen Moorbades gegenüber dünnflüssigen Bademedien lassen sich durch dessen besondere Konsistenz, Wärmeleitfähigkeit und Wärmehaltung erklären. Der anfängliche Wärmestoß beim Eintauchen wird alsbald dadurch abgemildert, dass die Wärme des Moorbreites über die Haut in tiefere Körperschichten abgeleitet wird. Bei Bewegungslosigkeit wird die hautnahe Schicht des Moores durch diesen Wärmetransport kühler. Da von den weiter entfernten Moorteilchen die Wärme nur langsam in Körpernähe geleitet wird, lassen sich wesentlich höhere Temperaturen ertragen als in einem Wasserbad, zumal dort leichter eine Umschichtung der Flüssigkeit erfolgt. Im Moor findet die Haut daher genügend Zeit, die ihr zugeführte Wärme in den Körper abzugeben. Diese Tiefenwirkung stellt einen besonderen Heilfaktor des Moores dar.

+ Die chemischen Eigenschaften des am Haselbach abgebauten Bad Bayersoier Moores werden in regelmäßigen Abständen von der technischen Universität München analysiert. An organischen Stoffen sind vor allem Bitumen (Fette, Wachse, Harze), Pektine, Cellulose, Huminsäuren, Lignin und Humin enthalten. Anorganische Bestandteile sind Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Aluminium, Silikat, Sulfat und Chlorid. Manche dieser Stoffe dringen als Ionen – das sind kleinste elektrische Ladungsträger – in die Haut, wodurch deren Bestand an Salzen verändert wird. Diese sogenannten „Transmineralisation“ bewirkt eine Änderung der Hautfunktion, die auf komplizierte Weise den Gesamtorganismus beeinflusst. Andere Bestandteile des Moores nehmen die Haut als Durchgangspforte und dringen in molekularer Form in das Innere des Organismus.

Die genannten physikalischen und chemischen Eigenschaften des dickbreiigen Moores erklären dessen vielfältige Möglichkeiten, den Gesamtorganismus umzustimmen und auf Bewegungsapparat und Körperfunktionen einzuwirken. So wird z.B. die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel angeregt, Regenerationsprozesse beschleunigt und sowohl die Tätigkeit von Hormondrüsen gefördert als auch der Funktionsstand von Magen und Darm gebessert.

Entsprechend vielseitig sind auch die Indikationen des Heilmoores

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Gelenk- und Wirbelsäulenschäden
  • Nervenschäden
  • Prostataleiden
  • Frauenleiden

Mit dem Bad Bayersoier Heilmoor steht Ihnen ein erprobtes und für die Hauptheilanzeigen wissenschaftlich untersuchtes Kurmittel zur Verfügung, dessen heilende und wohltuende Wirkung Sie nutzen sollten.

Quelle: Univ.-Prof. Dr. med. A. Gehrke